
Am Fuße des 1779 m hohen Monte Grappa in der Provinz Treviso, dort wo sich die Ausläufer der Voralpen in die venezianische Ebene ausbreiten, liegt der kleine Ort Paderno del Grappa.
Paderno befindet sich inmitten von Obst- und Weingärten. Dank des milden Klimas gedeiht in der Gegend von Paderno ein ausgezeichneter Wein.
Die Kommunal-Partnerschaft mit dem Markt Mallersdorf-Pfaffenberg ging aus einer seit 1983 bestehenden Schulpartnerschaft zwischen dem Burkhart-Gymnasium in Mallersdorf-Pfaffenberg und den Instituti Filippin in Paderno del Grappa hervor. Am 28. April 1990 wurde die Partnerschaft zwischen den Kommunen Mallersdorf-Pfaffenberg und Paderno del Grappa in Mallersdorf-Pfaffenberg besiegelt. Die Gegenzeichnung in Paderno fand am 28. September 1991 statt.

In den Vorkarpaten, im Landkreis Krosno ca. 100 km von der ukrainischen und ca. 50 km von der slowakischen Grenze entfernt liegt im Tal des Flusses Jasiolka die 5.300 Einwohner zählende Stadt Jedlicze.
In Jedlicze lag die Wiege der Erdölförderung und Verarbeitung. 1883 wurde hier die erste Raffinerie erbaut. Nachdem die Lagerstätten bereits seit langem fast erschöpft sind, wird nun dort Altöl aufbereitet.
Jedlice liegt in einer landschaftlich sehr abwechslungsreichen Gegend, die Ausgangspunkt für naturnahen Tourismus ist.
Der Partnerschaft der Kommune Jedlicze mit dem Markt Mallersdorf-Pfaffenberg ging eine seit 1992 bestehende Schulpartnerschaft des Burkhart-Gymnasiums mit dem Lyceum Maria Konopnicka in Jedlicze voraus.
Am 26. Juni 1999 schlossen die Gemeinde Jedlicze und der Markt Mallersdorf-Pfaffenberg eine Kommunalpartnerschaft in Mallersdorf-Pfaffenberg. Die Gegenzeichnung erfolgte am 3. September 2000 in Jedlicze.

Pflanzen eines Freundschaftsbaumes
Nachdem aus Termingründen von beiden Seiten die Feier zu zehn Jahre Partnerschaft mehrfach verschoben werden musste, war es am 09.09.2011 endlich soweit. Eine 50-köpfige Delegation aus Jedlicze (Polen) kam zu Besuch, um gemeinsam das 10-jährige Jubiläum in gebührendem Rahmen zu feiern.Gemeinde und Partnerschaftsverein hatten ein umfangreiches Programm zusammengestellt. So wurden einige kommunale Einrichtungen besucht, das "Haus der Generationen" besichtigt und dort in einem feierlichen Akt ein Freundschaftsbaum gepflanzt als Zeichen dafür, dass die Partnerschaft weiter wachsen soll.
Das Kloster Weltenburg wurde am Tag darauf besichtigt, mit dem Schiff ging es durch den Donaudurchbruch nach Kelheim. Von dort auch weiter zur längsten Holzbrücke Europas nach Essing und am Nachmittag dann gab es eine Flugvorführung der Falken auf der Rosenburg.
Der krönende Abschluss des Tages war der Fesakt am Abend, als nicht nur offizielle Vertreter beider Gemeinden sondern auch Politiker aus dem Landkreis Straubing-Bogen, des Bayerischen Landtags, des Deutschen Bundestages, der Europäischen Unison und die polnische Generalkonsulin aus München zur Veranstaltung kamen. Mit Festreden und Gesprächrunden wurde die gute Verbindung zwischen den beiden Partnergemeinden gewürdigt und der Hoffnung Ausdruck gegeben, dass die Grenzen in Europa durch solche Partnerschaften noch mehr verschmelzen mögen.
Am Sonntag wurde die Allianz Arena in München besucht und die Münchner Altstadt samt typischer bayerischer Mahlzeit erkundet. Der Abend war nach einem gelungenen gemeinsam gestalteten Festgottesdienst ganz der Geselligkeit gewidmet. Es wurde mit Musik und Tanz ausgelassen gefeiert. Gemeinsames Liedgut wurde unter der geschicktenLeitung des singenden Wirtes "Suco" zu einem bleibenden, völkerverbindenen Erlebnis.
Am Montag stand die Klinik Mallerdorf im Blickfeld und es gab eine eine Präsentation über das "Haus der Generationen", sowie die Nutzung regenerativer Energien im Markt. Auch ein Streifzug zu der Ehrung der Grundschule mit dem Snopkowski Preis durfte nicht fehlen.
Bei der Verabschiedung wurde das Festwochenende von den polnischen Gästen nochmals ausgiebig gewürdigt. Sie gaben ihre Zufriedenheit mit dem Verlauf des Besuches herzlich zum Ausdruck und luden alle Mallersdorf-Pfaffenberger zu einem baldigen Gegenbesuch nach Jedlicze ein.

Überreichung der Ehrenbürgerschaftsurkunde an Dieter Gipser



Professor Renzo Gubert überreicht die Ehrenfahne des Europarates
an Bürgermeister Karl Wellenhofer

